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Artikel

Strom- und Gaspreise erholen sich bei hoher Volatilität

Die Strom- und Gaspreise sind nach ihren Tiefstständen zu Beginn dieses Jahres teilweise deutlich gestiegen und weisen zurzeit eine starke Volatilität auf. Fundamentale Erklärungen für diese Preisausschläge liegen nicht vor, außer einem insgesamt gestiegenen Rohstoffumfeld, insbesondere beim Ölpreis. Doch selbst der Ölpreisanstieg ist eher spekulationsgetrieben, denn fundamental begründet. Eine Bestandsaufnahme:

Öl

Vergangene Woche verzeichnete Brent bei über 48 USD/bbl gegenüber dem Tiefststand im Januar mit ca. 30 USD/bbl einen Anstieg um rund 60 %. Vor allem Anleger setzen weiter auf steigende Preise und haben dadurch maßgeblich zum Preisanstieg beigetragen. Dieser Optimismus scheint jedoch nicht fundamental begründet. Die Hoffnung ruht auf einem weiteren Rückgang der US-Produktion. Die Vergangenheit zeigte aber, dass die US-Produktion robuster ist als erwartet. Aktuell liegen die Grenzkosten für US-Schieferöl laut Analysten zwischen 44 -49 USD/bbl. Die Fundamentaldaten der vergangenen Woche zeigen ein gemischtes Bild: die US-Rohöllager stiegen weiter an, die Schieferölproduktion ging zurück – jedoch nicht so stark wie erforderlich für sinkende Rohöllager. Die Opec produziert auf Rekordniveau.

Erdgas

Das Cal 2017 hat seine Talfahrt bis Anfang April fortgesetzt und lag bei gut 13 €/MWh, während es in der vergangenen Woche kurzfristig über 16 €/MWh lag. Im Anschluss rutschte es in dieser Woche auf 15 €/MWh. Cal 2018 liegt geringfügig höher und 2019 notiert bei ca. 16,50 €/MWh. In der Spitze also Anstiege von ca. 20 –
25  % gegenüber den Tiefstständen, die jetzt Anfang Mai auf ca. 15 - 20 % abschmolzen.

Aktuell sind die russischen Gasflüsse weiterhin hoch, die LNG-Importe deutlich angestiegen. Auch werden in den kommenden beiden Wochen viele neue Tanker erwartet.

Strom

Das Cal 2017 Base notierte im Februar unter 21 €/MWh, während es in der vergangenen Woche kurzfristig über 26 €/MWh lag. In dieser Woche rutschte es auf unter 24 €/MWh. Bei den Cal 2018 und 2019 schloss sich die Lücke zum Frontjahr. Diese notierten im Februar bei 20 €/MWh und liegen jetzt in etwa gleich auf bei 24 €/MWh. Gegenüber dem Tiefststand in der Spitze also ein Anstieg von ca. 30 %, die aktuellen Preise liegen ca. 20 % über dem Tiefststand.

Im Stromterminhandel wurde der Aufwärtstrend der letzten Wochen von Äußerungen des französischen Präsidenten befeuert, die darauf abzielten, ab 2018 mit der Abschaltung von Kernkraftwerkskapazitäten zu beginnen und einen CO2-Mindestpreis einzuführen.

Fazit

Am Ende bleibt als einzige logische Erklärung der Händlerseite für den Preissprung bei Strom- und Erdgas sowie die Volatilität das Reißen von Stopp-Loss-Grenzen und ein damit einhergehender sogenannter „Short-Squeeze“. Dieser  bezeichnet eine Angebotsknappheit („squeeze“) aufgrund eines zuvor getätigten Leerverkaufs („short“). Nach den Leerverkäufen müssen die daraus resultierenden offenen Positionen wieder glattgestellt werden. Ist nun entgegen der Erwartung der Kurs gestiegen, müssen sich die Leerverkäufer zur Verlustbegrenzung wieder eindecken, was den Kurs noch weiter nach oben treibt.

Der Mai sollte mit den freundlichen Wetterprognosen und den vielen Feiertagen weiter auf die Preise drücken und für Entspannung sorgen. Da aber die Fundamentaldaten derzeit nicht auf so offene Ohren wie die Nachrichtenlage treffen, ist Vorsicht geboten und der Markt ständig zu beobachten. Ob die alten Tiefs wieder erreicht werden, darf infrage gestellt werden. Unterm Strich hängt am Terminmarkt für Gas und Strom das meiste vom Ölpreis ab. Geht dort die Erholung weiter, zieht er die anderen Commodities mit.

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